Akupunktur TCM fernöstliche Heilkunst mit großem Nutzen

Traditionelle Chinesische Heilkunst

Vorstellung und Wirklichkeit sind hier nicht immer gleich

Auch in unseren westlichen Industrienationen erfreut sich die TCM (Traditionelle Chinesische Medizin) großer Akzeptanz. Viele Patienten wünschen sich eine Kombination aus westlicher Schulmedizin und fernöstlicher Heilkunde. Aber wer wendet die TCM überhaupt an? Welche rechtlichen Rahmenvorgaben müssen beachtet werden? Wer übernimmt die Kosten? Und welche Methoden kennt die TCM? Diese und andere Fragen sollen hier kurz beantwortet werden. In der TCM ist die Akupunktur “nur” eine “Beitherapie” im Vordergrund stehen Rezepturen und manuelle Anwendungen.

Wer darf die TCM anwenden?

klare gesetzliche Regelungen schützen den Patient

Für den Heilpraktiker gibt es meist schon in der Grundausbildung die ersten Kurse für die TCM. Weitere Ausbildungen zur Fortbildung folgen normalerweise für die Schwerpunkte der jeweiligen Naturheilpraxis. Ich habe mehrere Ausbildungsblöcke für die Akupunktur belegt. So gibt es auch Kolleginnen/en die für diese fundierte Therapie nach China für eine besonders tiefgehende Ausbildung gehen.

Die Deutsche Gesellschaft für Traditionelle Chinesiche Medizin (DGTCM) bietet einen fünfjährigen Lehrgang an, der zur Ausübung der TCM berechtigt. Diesen Lehrgang können Ärzte und Heilpraktiker, aber auch Hebammen und Ernährungsberater absolvieren. Daneben ist es aber auch möglich, nur in Teilbereichen der TCM Kurse in Teilbereichen der TCM zu besuchen. Die am häufigsten erworbene und auch von der Bundesärztekammer anerkannte Zusatzqualifikation im Bereich der TCM ist die der “Akupunktur”. Auch viele Zahnärzte greifen inzwischen auf die Akupunktur zurück, um Schmerzen und Ängste zu lindern.

Die Sache mit den Kosten

Was die Karte nicht regelt, gilt als überflüssig.

Die Akupunktur ist auch das einzige Teilgebiet der TCM, dessen Kosten von den Krankenkassen übernommen werden kann. Das gilt z.B. bei chronischen Schmerzen im Bereich des Kniegelenks oder Lendenwirbelsäule. Die Akupunktur muss aber von einem Heilpraktiker oder Arzt durchgeführt werden, der die entsprechende Zusatzqualifikation führen darf. Ebenso haben Bewegungstherapien wie Qi-Gong oder Tai-Chi Chancen, durch die Krankenkassen übernommen zu werden. Die Privaten Krankenkassen übernehmen die Leistungen alternativer Therapien meistens dann, wenn die Schulmedizin nicht mehr helfen kann. Ein Heilpraktiker oder Arzt mit entsprechender Zusatzausbildung berät Sie gerne.

Wann kann die TCM helfen?

Die TCM arbeitet ganzheitlich und wird seit Jahrhunderten angewendet, um alle bekannten Krankheitsbilder und Gesundheitsstörungen zu heilen oder zu lindern. Auch hier in der westlichen Welt verwenden Heilpraktiker und Ärzte die TCM in vielen Bereichen:

Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates
Wirbelsäulenerkrankungen
Gelenkerkrankungen
Sehnenerkrankungen (zum Beispiel “Tennisellenbogen”)
Rheumatische Erkrankungen

Neurologischen Erkrankungen
Migräne und Kopfschmerzen
“Nervenschmerzen”
Schmerzen nach einer “Herpes Zoster”-Erkrankung (Gürtelrose)
Multiple Sklerose (MS)

Psychosomatischen Störungen
Erschöpfungszustände
Unruhe und Angstzustände
Nikotinentzug (Raucherentwöhnung)

Hauterkrankungen
Neurodermitis
Psoriasis (Schuppenflechte)
Akne
Juckreiz
Chronische Wunden

Lungenerkrankungen
Asthma bronchiale
Überreagierendes Bronchialsystem
Chronische Bronchitis

Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes
Chronischer Durchfall
Reizdarmsyndrom
Chronisch-entzündliche Magen-Darm-Erkrankungen (Colitis ulcerosa, Morbus Crohn)
Entzündungen der Speiseröhre

Hals-Nasen-Ohren-Erkrankungen
Chronische Nasennebenhöhlenentzündung
Störungen von Geruch und Geschmack
Zungenbrennen
Tinnitus (Ohrgeräusch)

Gynäkologischen Erkrankungen
Regelbeschwerden
Geburtsvorbereitung
Brustschmerz
Beschwerden während der Wechseljahre

Urologischen Erkrankungen
Bettnässen
Blasenentzündungen

Augenerkrankungen
Entzündung der Bindehaut
Sehschwäche
Grüner Star
Altersbedingte Makuladegeneration/Altersblindheit
Trockene Augen

Allgemeinen Beschwerden
Chronische Müdigkeit
Leistungsschwäche

und vieles mehr.

Grundlagen und Methoden

seit über 3000 Jahren ist das Grundgerüst stabil

Wenn Ihr Weg Sie zu einem Heilpraktiker oder Arzt führt, der die TCM anwendet, werden seine Untersuchungsmethoden sich von denen Ihres Hausarztes unterscheiden. Die Diagnostik erfolgt mittels Beurteilung von Zunge, Puls, Ohrmuschel und Antlitz. In einem ausführlichen Gespräch mit dem Heilpraktiker wird eine Anamnese erstellt und die Bedürfnisse des Patienten ermittelt.
Dabei rückt die TCM andere Betrachtungen in den Vordergrund. Die Grundlagen beruhen auf dem QI, den Fünf Elementen und dem Yin&Yang. Alle Bereiche müssen in Einklang sein bzw. in einem bestimmten Verhältnis zueinander stehen, damit ein Mensch gesund und zufrieden ist. Das Qi umfasst (grob vereinfacht) die Bereiche Blut, Essenz und Körperflüssigkeiten. Die Chinesen bezeichnen Wasser, Feuer, Metall, Holz und Erde als die fünf Elemente oder Wandlungsphasen. Alles kann einem dieser Elemente zugeordnet werden. Zwischen den fünf Elementen besteht ein sensibles Kräfte- und Wirkverhältnis. Sie bilden die zweite Hauptsäule der chinesischen Medizin. Die dritte Säule sind das Yin und das Yang. Diese beiden Kräfte bilden ein dynamisches Gegensatzpaar. Es liegt allem Leben zugrunde und findet sich überall: Tag und Nacht, Aktivität und Ruhe, Ein- und Ausatmen, Geben und Nehmen. Die Krankheit ist das Ungleichgewicht zwischen den Elementen. Um die Ursache für das Ungleichgewicht zu finden, betrachtet der Heilpraktiker die familiäre Vorgeschichte und die Lebensweise des Patienten. Dazu gehören auch der emotionale Zustand eines Patienten sowie der Gebrauch von Rauch und Genussmitteln.
Das Ziel der Therapie ist, Yin und Yang wieder in Einklang zu bringen.
Der Funktionszustand innerer Regelkreise und Leitbahnen lässt sich über Reflexpunkte auf der Haut – Akupunkturpunkte- beeinflussen. Neben den bekannten Nadeln kann in der Akupunktur auch z.B. durch das Schröpfen oder durch Akupunktur mit einem Laser Einfluss auf diese Punkte genommen werden. Außerdem gibt es die Akupunktur “im Kleinen”: die Akupunktur z.B. des Ohres oder die Koreanische Handakupunktur. Die Akupunktur ist sicher der bekannteste Teil der TCM.
Positive Wirkung auf die Leitbahnen des Körpers hat auch das Qi-Gong, das mit Übungen, die leicht in den Alltag integriert werden können, arbeitet.
Ebenso verbessert Tuina den Energiefluss. Tuina ist die Traditionelle Chinesische Massage, die ebenfalls auf dem System der Leitbahnen und der Akupunkturpunkten beruht. Verspannungen werden gelöst und das Wohlbefinden häufig schon während der Massage verbessert.
In der Arzneimitteltherapie werden Heilkräuter in der TCM meist über einen Tee (Dekokt) eingenommen. Wer sich an den Geschmack gewöhnt hat, wird sicher davon profitieren können. Dieser Tee ist nicht mit unseren freiverkäuflichen Kräuterteemischungen zu vergleichen. Es handelt sich um ein Medizinprodukt, das nur unter fachkundiger Anleitung durch einen Heilpraktiker oder Arzt. eingenommen werden sollte.
Auf jeden Patienten individuell abgestimmt kann auch die chinesische Ernährungslehre helfen, die jedem Lebensmittel eine bestimmte Wirkweise innerhalb der Ebenen unseres Körpers zuweist.Die Methoden der TCM sind so vielfältig und individuell, dass es kein “Patentrezept” geben kann. Fachkundige Beratung bei einem Heilpraktiker oder Arzt kann Ihnen den Weg zeigen, wie Sie mit TCM zu mehr Gesundheit und Lebensfreude zurückkehren können.
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