Heilpraktiker finden eigentlich schon seit jeher weltweit Arbeit

Heilpraktiker haben eine lange Tradition

Verlassen wir für einen Moment die strenge reglementierung Deutschlands

Eigentlich gibt es Heilpraktiker bereits seit der Steinzeit. In dieser Epoche waren sie sicher unter anderen Namen bekannt. Jedoch benutzten sie verschiedene Verfahren der Naturheilkunde. In allen Teilen der Welt finden Sie noch heute Heilpraktiker, die mit verschiedenen Methoden ihre Patienten und Patientinnen behandeln. Immer gab es Menschen, die lernten, dass Mutter Erde und Natur alles bereitstellte, um wieder Gesundheit und inneres Gleichgewicht zu erlangen. Einige schrieben ihre Beobachtungen nieder, während andere ihr Wissen mündlich von Generation zu Generation weitergaben. Die Naturheilkunde in ihren verschiedenen Formen war immer fester Bestandteil, die wieder gesund zu werden. Auch heute noch verwenden Heilpraktiker naturheilkundliche Verfahren, um mit Pflanzen und Kräuterpräparaten die Selbstheilungskräfte eines Menschen zu aktivieren. Die ursprüngliche Apotheke war Mutter Erde und ihre Pflanzen.

Hippokrates - Heilpraktiker der Antike

Schon damals war "Wissen" gegeben!

Obwohl Hippokrates heute als Vater der rational-empirischen Schulmedizin betrachtet wird, hat er mit diesen Behandlungsmethoden sehr wenig gemeinsam.
Eigentlich wäre es präziser, Hippokrates als Heilpraktiker zu bezeichnen. Selbst der Philosoph Platon beschrieb das naturphilosophische Medizinkonzept von Hippokrates. Zuerst muss man das “Ganze der Natur” erkennen, bevor Patienten und Patientinnen behandelt werden können. Die “Corpus Hippocraticum” ist eine umfassende Textsammlung von 60 Schriften. Hier wurden die Auffassungen der griechischen Medizin nach Hippokrates genau beschrieben. Krankheit verstand Hippokrates als Ausdruck einer Abweichung vom Gleichgewicht von Körpersäften. Er beobachtete diese Abweichungen in verschiedenen Krankheitserscheinungen. Hippokrates behandelte nicht eine spezifische Krankheit, sondern immer den ganzen Menschen. Er unterstützte die natürlichen Selbstheilungskräfte des Menschen durch Methoden wie Naturheilkunde, Ernährungstherapie und Fasten. Vor allem war es für ihn wichtig, dass die Patienten und Patientinnen ihre Lebensweise umstellten.

Hildegard von Bingen - Naturheilkunde im Mittelalter

Die Wissenschaft kann heute nur einiges erklären!

Hildegard von Bingen ist vielen als Mystikerin aus Deutschland bekannt. Jedoch werden ihr auch einige Werke zur Naturheilkunde zugeschrieben. Ihre Forschungen zu den heilenden Eigenschaften von Pflanzen und Edelsteinen liefern bis heute wertvolle Erkenntnisse in der Naturheilkunde.
Zwischen 1150 und 1160 verfasste Hildegard zwei naturheilkundliche Werke. Jedoch gibt es keine erhaltenen Schriften. Die 13 Textzeugen sind erst 100 Jahre später entstanden. Man kann annehmen, dass sie ihr Wissen mit anderen Personen teilte und ihre Erkenntnisse mündlich überliefert wurden. In ihren Werken beschrieb Hildegard die Wirkungen und Eigenschaften von Bäumen, Kräutern und Edelsteinen. Sie erwähnte auch einzelne Krankheiten, die Behandlungsmethoden und die Diagnostik. Hildegard kombinierte das Wissen aus der griechisch-römischen Tradition mit der damaligen Volksmedizin.

Die Tradition der Kräuterhexen

Damals wie Heute ist das Wort schnell mit Gift versetzt

Kräuterhexen aus vergangenen Zeiten verfügten über ein enormes Wissen im Bereich Naturheilkunde. Durch die systematische Verfolgung von kräuterkundigen Frauen, die nicht in einem Kloster wohnten und ihrer Naturreligion folgten, wurde dieses Wissen fast ausgerottet.
Die Hexe aus vergangenen Zeiten sammelte ihre Kräuter meistens in der Dunkelheit. Sie wusste, dass es für jede Zauber- und Heilpflanze einen günstigen Zeitpunkt für die Ernte gab. Hier war die Wirkung einer Pflanze sehr stark und sie verlor auch durch Abschneiden oder Ausgraben nur wenig von dieser Stärke. Alle Kräuter wurden bei verschiedenen Mondphasen gesammelt.

Heilpraktiker aus der ganzen Welt

natürlich gibt es "den Heilpraktiker" nur in Deutschland!

Naturheilkunde spielt auf der ganzen Welt eine entscheidende Rolle. Im südindischen Bundesstaat Tamil Nadu ist bis heute die Gruppe deer 18 Siddhars sehr bekannt. Diese spirituellen Meister verfassten Schriften über Kräuterheilkunde, Yoga und verschiedene Atemtechniken. Ein Hauptziel ihrer unterschiedlichen Methoden bestand darin, die Lebensspanne der Menschen mit Kräutern, verschiedenen Entgiftungsmethoden und Atemtechniken zu verlängern. Sie wollten dadurch den Kreislauf der Wiedergeburten durchbrechen und ihr Leben soweit verlängern, bis sie mit ihrer spirituellen Praxis komplette Erleuchtung erlangten. Auch heute noch spielen die Siddha-Kräuterpräparate eine wesentliche Rolle in Tamil Nadu.
Im benachbarten Kerala ist Ayurveda bis heute ein bekanntes Heilverfahren. Es gibt zahlreiche Ayurveda-Heilzentren, die verschiedene Behandlungen anbieten. Neben Verfahren, die auf Kräutern und Ernährung beruhen, gibt es auch spezielle Massagen. Eine spezielle Behandlung ist Panchakarma. Diese Entgiftung dient dazu, den Körper von Giften und Schlacken zu befreien.
Im Amazonas-Dschungel praktizieren bis heute Schamanen und weise Frauen ihre Naturheilkunde. Von dem Wissen dieser Heilpraktiker ist in unseren Breiten nur sehr wenig bekannt, da viele Volksgruppen auch den Kontakt mit der Außenwelt (oftmals verständlicherweise) meiden.
Hingegen ist die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) relativ bekannt. Die verschiedenen Kräuterpräparate dienen dazu, die Harmonie der fünf Elemente wiederherzustellen. Jedes Element steht mit einem bestimmten Organ in Verbindung. Um das Gleichgewicht wiederherzustellen, werden verschiedene Kräuter verwendet.

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